Zwinger vom Schmollensee
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Haltung/Pflege Erziehung Stubenreinheit Leinenführigkeit
Fütterungen Gesunderhaltung Wichtig


Liebe Hovawartbesitzer,
wir freuen uns, Ihnen einen unserer Welpen verkaufen zu dürfen und sind davon überzeugt, dass Sie für den kleinen Hovawart gute „Eltern“ sein werden. Da die Anschaffung eines Hundes jedoch gleichzeitig fast die Adoption eines neuen Familienmitgliedes bedeuten dürfte, haben Sie natürlich mit der Freude auch eine gehörige Portion Verantwortung übernommen. Wir möchten Ihnen deshalb mit den folgenden Punkten ein paar Hilfestellungen für den Anfang geben. Selbstverständlich können Sie sich bei Fragen oder Problemen jederzeit an uns wenden.

Haltung und Pflege
Ihr Hund braucht von Anfang an seinen eigenen Platz, auf den er sich jederzeit zurückziehen kann. Dieser sollte in unmittelbarer Familiennähe sein, da ein Welpe großes Schlafbedürfnis hat und gleichzeitig sehr viel Kontakt braucht.
Der Hovawart ist sehr anhänglich und sucht den Familienkontakt. Beschäftigen Sie sich deshalb viel mit ihm. Ideal sind möglichst regelmäßige Spaziergange, bei denen Sie den Hund von klein auf an Halsband und Leine gewöhnen. Lassen Sie schon den Welpen so oft wie möglich mit anderen Hunden spielen. Er lernt so den Umgang mit anderen Hunden und fremden Menschen. Am Fahrrad sollten Sie Ihren Hund erst laufen lassen, wenn er älter als 9 Monate ist. Bei allen anderen, freiwilligen Bewegungen können Sie ihm freien Lauf lassen (vorausgesetzt, es handelt sich um Aktionen, die er später - als erwachsener Hund - auch darf.

Zwingen Sie den Junghund auf keinen Fall dazu, über hohe Hindernisse zu springen!

Ihr Hund muss regelmäßig gebürstet werden. Empfohlen wird dazu eine Drahtbürste mit elastischen Borsten. Gewöhnen Sie den Welpen an das Bürsten und Kämmen, damit er es sich später, wenn es wirklich nötig ist, gut gefallen lässt. Bei starker Verschmutzung kann der ausgewachsene Hund in der Wanne gebadet werden - aber bitte nur mit dem mildesten Baby-Shampoo und ohne Übertreibung. Sie laufen sonst Gefahr, mit Hautreizungen fertig werden zu müssen. In der Regel hält der Hund sich selbst sauber.

Baden in Seen und Flüssen kann Ihr Hund, soviel er möchte. Zeigt er daran kein Interesse, so zwingen Sie ihn nicht dazu. Den nassen Hund in kalten Jahreszeiten  bitte nicht anbinden. Dann braucht er Bewegung, um sich zu trocknen und sich nicht zu erkälten.
Die Ohren müssen normalerweise nicht gereinigt werden. Stellen Sie jedoch auffälliges Kratzen an den Ohren und eine vermehrte Sekretbildung fest, so ist der Tierarzt aufzusuchen. Die Augenwinkel sollten bei verhärteten Sekretrückständen gereinigt werden.
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Erziehung
Sowie Sie mit ihrem Hovawart zu Hause angekommen sind, zeigen Sie Ihm seinen Platz. Es kann durchaus sein, dass dem Hund dieser Platz nicht zusagt und er sich selbst einen anderen sucht. Sind Sie damit nicht einverstanden, sollten Sie sofort dagegen einschreiten!
Erwarten Sie nicht, dass er sich nur an seinem Platz aufhält. Zeigen Sie ihm die Wohnung und die Umgebung, damit er sich schnell zurechtfindet. Soll er einen Raum später als erwachsener Hund nicht betreten, müssen Sie ihm das vom ersten Tag an verbieten, Machen Sie den Hund mit allen Familienangehörigen und mit eventuellen Haustieren bekannt. In der Eingewöhnungszeit sollten Sie sich mit dem neuen Hausgenossen besonders viel beschäftigen, da er noch seine Wurfgeschwister und seine Mutter vermisst. Sie werden jedoch feststellen, dass er sich sehr schnell bei Ihnen eingewöhnt und dann schon mal „eine kesse Lippe riskiert“.
Wenn Sie Kinder haben, lassen Sie sie von Anfang an unter Aufsicht mit dem Hund spielen. Es muss darauf geachtet werden, dass der Welpe nicht überanstrengt wird, denn er benötigt viel Schlaf. Passen Sie auf, dass er von Kindern auch nicht ungewollt geärgert wird, denn das könnte eine spätere Aggressivität gegen Kinder hervorrufen.

Gewöhnen Sie den Hund vom ersten Tag daran, dass Sie jederzeit an sein Futter herandürfen! Er muss sich von Ihnen auch seine Kauknochen u. ä. wegnehmen lassen. Üben Sie solange, bis er Sie ohne weiteres gewahren lässt. Bei geringstem Widerstand des Hundes müssen Sie ihn sofort bestrafen!
Beim Welpen muss man mit der Erziehung sofort beginnen, sonst ist der Zug abgefahren und der Hund macht, was er will.

Gewöhnen Sie den Hund ferner an alle Umweltfaktoren, wie Busfahren, volle Fußgängerwege, stark befahrene Straßen, Autofahren u. s. w..

Sollte er wahrend der Autofahrt erbrechen, so gewöhnen sie ihn an das Fahrzeug, indem Sie ihm dort oft sein Futter geben. So verbindet er das Autofahren mit etwas Angenehmen und wird nach kurzer Gewöhnungszeit in der Regel das Erbrechen aufgeben.

Im Spiel können dem Welpen sehr gut leichte Übungen der Unterordnung beigebracht werden. Kämpfen Sie mit Ihrem Hund und zeigen Sie ihm dabei ab und zu, dass Sie der Stärkere sind.

Bei allen Erziehungsmaßnahmen beachten Sie, dass der Hovawart ein Spätentwickler ist und nicht zu früh zu hart angefasst werden soll. Trotz allem gilt stets, dass Lob oder Strafe sofort nach der Tat erfolgen müssen, damit der Hund den Zusammenhang erkennt.
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Stubenreinheit
Führen Sie Ihren Hund nach jedem Fressen und Schlafen sofort nach draußen, damit er an einem dafür vorgesehenen Platz sein Geschäft erledigen kann. Hat der Hund draußen sein Geschäft verrichtet, so wird er ausgiebig gelobt. Erwischen Sie ihn in der Wohnung dabei, so bestrafen Sie ihn mit „Pfui!!!“ und setzen ihn hinterher sofort an die dafür vorgesehene Stelle. Diese Maßnahme hat aber nur Sinn, wenn er auf frischer Tat ertappt wird; sonst versteht er den Zusammenhang nicht.
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Leinenführigkeit
Der Hund wird von Beginn an an Leine und Halsband gewöhnt. Auf Spaziergängen führen Sie den Hund an der Leine. Will er mit der Leine nicht laufen, so locken Sie ihn nach vorn und loben Sie ihn anschließend. Sie können auch einfach die Richtung ändern, um ständige Aufmerksamkeit und erneute Motivation zu erzielen. Ziehen Sie den Hund auf keinen Fall an der Leine hinter sich her.
Zerrt der Hund an der Leine nach vorne, kommt das Kommando „FUß!“ und ein kurzer Ruck an der Leine bringt ihn wieder an Ihre linke Seite. Anschließend wird er ausgiebig gelobt.

Beim Kommando „SITZ!“ wird der angeleinte Hund durch einen Händedruck auf die Kruppe „gesetzt“ und anschließend viel gelobt. Der Hund darf erst aufstehen, wenn Sie das Kommando „FUß!“ erteilen. Beherrscht er die Übung an der Leine, so kann sie ohne Leine geübt werden.

Der freilaufende Hund wird mit dem Kommando „HIER!“ herangerufen. Kommt er, wird er stark gelobt und erhalt ev. einen Belohnungshappen. Kommt er nicht, laufen Sie ihm nicht nach, sondern entfernen sich in entgegengesetzter Richtung und wiederholen das Kommando „HIER!“. Wenn der Hund dann kommt, wird er ausgiebig gelobt. Bestrafen Sie den Hund niemals, wenn er nicht kam, sondern ausgerissen war und sich dann wieder bei Ihnen einfindet. Immer, wenn er kommt - auch nach dem Ausreißen - muss er gelobt werden, ansonsten kommt er später immer ungerner.

Beim Kommando „PLATZ!“ wird der Hund sofort niedergedrückt. Man kann das erreichen, indem man ihm in Halsbandnähe auf die Leine tritt und hinten die Kruppe herunterdrückt. Der Hund muss bis zum Kommando „FUß!“ liegen bleiben und wird anschließend stark gelobt.

Beachten Sie immer: Das Lob ist der Speicherbefehl für das Gedächtnis!

Soll der Hund etwas unterlassen, was sonst erlaubt ist, z. B. im Spiel beißen, verwendet man das energisch vorgebrachte Kommando „AUS!“ Das Kommando „PFUI!“ wird bei Handlungen gebraucht, die der Hund grundsätzlich unterlassen soll.
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Fütterung
Als allgemeine Faustregel gilt ein Futtermischungsverhältnis von etwa 50 % Fleisch und 50 % Kohlenhydraten (Kartoffeln, Gemüse, trockene Kuchen, Brot usw.). Weiterhin gilt, dass der Hund bis auf rohes Schweinefleisch alles fressen darf, was er ohne Durchfall oder Erbrechen verträgt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Mahlzeiten nicht einseitig, sondern gemischt (Fleisch, Trockenfutter, Gemüse) angeboten werden.

Sie können Ihrem Hund jegliches Fleisch, bis auf rohes Schweinefleisch, geben. Rohes Schweinefleisch ist für Hund und Katze verboten, da mit dem Fleisch eine für diese immer tödlich ausgehende Viruserkrankung (Aujeszky-Krankheit) übertragen werden kann.

Besonders zu empfehlen sind Pansen und Blättermagen. Ihr Hund darf auch alle Sorten Fisch fressen (ev. vorher entgräten). Käse und Quark kann er in allen Sorten fressen, Milch verursacht oft Durchfall. Wenn er gerne Eier frisst, sollte er maximal ein bis zwei pro Woche bekommen. Getreideprodukte, Obst und Gemüse und Teigwaren sind eine willkommene Abwechslung auf dem Speisezettel. Sie werden schnell bemerken, was Ihr Hund bevorzugt. Das einzige, was Ihr Hund regelmäßig benötigt, bis er ausgewachsen ist, sind Kalkpräparate. Sie unterstützen den Knochenbau. Hier gibt es gängige Mittel im Tierfutterhandel. Ich benutze am liebsten Knochenmehl.

Sie sollten Ihrem Hund nicht zu oft richtige Knochen geben, da diese Verstopfungen hervorrufen. Anstatt dessen können Sie Büffellederknochen kaufen, die keinen Schaden anrichten können.

Wichtig: Immer eine Schüssel mit frischem Wasser bereitstellen!
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Gesunderhaltung
Zur Vorbeugung gegen schlimme Infektionskrankheiten sollten Sie Ihren Hund regelmäßig impfen lassen. Hunde werden gegen Staupe, Hepatitis contagiosa canis (HCC - ansteckende Leberentzündung der Hunde), Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche) und Parvovirose (Katzenseuche der Hunde) geimpft. Außerdem empfiehlt sich dringend die Immunisierung gegen Tollwut. Wenn Sie ihren Welpen erhalten, ist er bis auf Tollwut gegen alle o. a. Erkrankungen bei uns schon geimpft worden. Sie haben nun die Aufgabe, den nächsten Termin zur Auffrischung der Impfung nicht zu verpassen. Denn ein großer Teil des lmpfstoffes wird durch die maternalen Antikörper, die der Welpe noch von der Mutter her in sich hat, bekämpft und vernichtet. Aber auch später ist die Einhaltung des lmpfzyklusses sehr wichtig, um ständig einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten.
Entwurmt wurde der Welpe von uns ebenfalls ausreichend. Es ist nicht sinnvoll, eine Wurmkur prophylaktisch durchzuführen, Anhaltspunkte für einen Wurmbefall müssten gegeben sein. Ihr Tierarzt berät Sie sicher gern. Wenn Sie sich oft mit dem Hund im Wald oder in Busch- und Sumpfgebieten aufhalten, ist die Anschaffung einer Zeckenzange sinnvoll. Diese kostet nicht viel und leistet wertvolle Dienste bei der Entfernung der sich mit Sicherheit ansaugenden Parasiten.
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Zum Schluss noch eine sehr wichtige Sache:
Sie haben sich im Kaufvertrag verpflichtet, den ausgewachsenen Hund (mit ca. 18 Monaten) auf HD (Hüftgelenkdysplasie) untersuchen zu lassen. Die HD ist eine erbliche Erkrankung der Hüftgelenke, mit der alle großen Hunderassen zu tun haben. Sie kann nur durch eine röntgenologische Untersuchung festgestellt werden. Das Ergebnis ist für Sie wichtig, da Sie dadurch erfahren, wie belastbar Ihr Hund ist. Zum anderen ist das Ergebnis für uns sehr wichtig, weil wir daraus Rückschlüsse auf die Richtigkeit der Verpaarungskombination ziehen können.

Wir hoffen, dass wir Ihnen ein paar Hinweise zum Einstieg mit auf den Weg geben konnten - für die speziellen Dinge des täglichen Lebens kann man nur auf Fachliteratur, den Tierarzt, den Verein, befreundete Hundehalter und natürlich auf uns verweisen. Wir wünschen Ihnen bei der Aufzucht und Erziehung Ihres Hovawartes viel Freude und Erfolg!

Ihre
Sylvia Meenke
„vom Schmollensee“

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